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Das denkmalgeschützte Gasthaus Leuenstern ist reich an Geschichte. Im Laufe der letzten 200 Jahre trafen sich hier Menschen verschiedenster Couleur, Art und Wesenheit. In aller Offenheit wurde über Arbeit, Familie, Sorgen, Nöte, über die Wunder des Lebens und natürlich über die Politik debattiert, gestritten und diskutiert. Bei einigen Gesprächen wären wir gerne Mäuschen gewesen. Manchmal brachte ein Gast ein Rezept, Gedicht, Bild, Buch oder eine Geschichte mit. Einige dieser Menschen wollen wir vorstellen. Sie alle stehen in einer besonderen Verbindung zum traditionreichen und altehrwürdigen Gasthaus Leuenstern! 

Niklaus Wolf von Rippertsschwand

Niklaus Wolf von Rippertsschwand

Es gibt verschiedene Kontakte von Vater Wolf zum Weiler Unterebersol in Hohenrain.

 

Nur ein Katzensprung vom Gasthaus Leuenstern entfernt, ist der Leuenhof, der heute der Familie Leisibach gehört. Im Leuenhof lebte der Ratsherr Joseph Leu, dessen Freund und geistiger Vater Niklaus Wolf von Rippertsschwand war. Er hatte im Leuenhof immer ein Zimmer zum Übernachten, wenn er im Seetal unterwegs war. In einer bewegten Zeit kurz vor dem Sonderbundkrieg waren sie mutige und für das Gemeinwohl engagierte Männer. Aus dieser Nachbarschaft ist während Generationen bis heute eine besondere Verbindung entstanden und lebendig geblieben, so ist es auch kein Zufall, dass Hans Leu aus Unterebersol, der Vater von Maria Leu, einige Jahre Stiftungsratspräsident der Vater-Wolf-Stiftung in Neuenkirch war. Die Stiftung hat das Anliegen, die Erinnerung an die Glaubensgestalt Niklaus Wolf zu fördern.

Immer am ersten Sonntag im September pflegen wir in Hohenrain die Tradition, von Unterebersol nach Neuenkirch eine Wallfahrt zu unternehmen. Von 1841 an (nach dem einem Wahlsieg von Ratsherr Joseph Leu aus Unterebersol) wird bis heute in Neuenkirch das Glaubensfest gefeiert. Es ist das Titularfest der Glaubens-Bruderschaft: der Bruderschaft zur Bewahrung und Belebung des Glaubens.

Am 7. August 1841, im Jahr der denkwürdigen Abstimmung, wurde das erste Titularfest begangen, wie das Rechnungsbuch der Bruderschaft festhält. Von 1842 an, nach der päpstlichen Anerkennung, wurde das Fest noch feierlicher gestaltet. Es wird unter dem Namen „Glaubensfest“ bis heute jedes Jahr gehalten. Bis 1857 war es immer am ersten Sonntag im August, seit 1858 immer am ersten Sonntag im September. Heute kommen gegen 2000 Pilger zu diesem Fest. Bei besonderen Gebetsanliegen waren es mehrere Tausend.

Maria Leu, Klaus Hasler und Niklas Raggenbass

Vater Wolf und Ratsherr Josef Leu – Leben und Wirken als PDF

Für weitere Informationen gibt das Sekretariat der Niklaus Wolf Stiftung in Neuenkirch Auskunft: T +4 141 467 00 54 oder .

 

HEILUNG

Wen durch die Heilung der Kranken

Gott und der heiligste Name Jesu

Verherrlicht werden, warum soll es dann

nicht geschehen?

Jesus hat den

Kranken, die zu ihm kamen, nicht

Gesagt: Leidet geduldig usw., sondern

Er hat sie gesund gemacht, damit der

Vater durch Ihn verherrlicht werde und

Er durch den Vater.

 

Niklas Wolf von Rippertschwand

(1756 – 1832)

Adalbert Bircher – Komponist, Dichter und Lehrer in Hohenrain

Adalbert Bircher – Komponist, Dichter und Lehrer in Hohenrain

Geboren und aufgewachsen in Auw im aargauischen Freiamt kam Adalbert Bircher 1976 nach Hohenrain.

 

Als frisch gebackener Lehrer erhielt er mit viel Glück die Stelle als Primarlehrer, weil er bereit war, den Orgeldienst zu übernehmen und wie selbstverständlich gehörte bald auch die Leitung des Kirchenchores dazu. Unzählige Schülerinnen und Schüler sind durch seinen Unterricht geprägt worden und haben ein aufmerksames Gespür für die Feinheiten des Lebens mit auf den Weg bekommen. Vielen wird sein Humor und die fantasievollen Geschichten für komplizierte Aufgaben in Erinnerung bleiben. Zahlreiche Kirchenkonzerte und Gottesdienste tragen seine Handschrift. Bis heute gehört es zu den kostbaren Besonderheiten in Hohenrain, dass der Kirchenchor, die von Adalbert Bircher eigens komponierten Lieder mit seinen Texten zu Aufführung bringt, Er scheut nicht davor zurück, unliebsame, vergessene oder provozierende Themen zur Sprache und zu Gehör zu bringen.

 

LIEBE UND VERNUNFT

Liebe und Vernunft im Leben -

weisst du -

danach lohnt es sich zu streben.

Viele gute Möglichkeiten sehen – fassen -

statt daran vorbei zu gehen.

 

Lass mich staunen übers Kleine,

übers Zarte, übers Feine…

Das zeigt mir den Lebenssinn,

die Zweifel sind dahin.

 

Wenn dich Alltagsdinge stören -

manchmal hilft’s

auf dich zu hören.

Denk dran:

nicht nur reden, auch mal schweigen – warten -

bis sich neue Wege zeigen.

 

Bleib nicht stehn vor sturen Schranken!

Hoff‘ und denk,

auch diese werden wanken.

Geh doch mal an harte Felsen klopfen – glaube -

auch aus Steinen kann es tropfen.

 

Stehst du vor verschlossnen Türen,

Zagst

weisst nicht, wohin soll‘s führen.

Such und finde Klarheit in der Stille – staune -

sie bringt Gottes grosse Fülle.

Adalbert Bircher (August 2012)

 

TRÄUME WAGEN

 

Wag zu träumen,

wag zu hoffen,

dann steht dir

das Leben offen!

Bleib nicht sitzen,

bleib nicht stehen,

lerne mit dem Herzen

sehen.

 

Adalbert Bircher

 

WER BIST DU?

 

Wer bist du denn,

ich kenn dich nicht,

du scheinst so fremd

aus meiner Sicht.

Es ist nicht leicht,

dich zu verstehn.

Soll ich dir aus dem

Wege gehen?

 

Adalbert Bircher

 

 

ALLTAGSDINGE

 

Wenn dich

Alltagsdinge stören,

hilft es dir,

auf dich zu hören.

Nicht nur Reden

auch mal schweigen,

bis sich

neue Wege zeigen.

 

Adalbert Birche

 

 

 

Fridolin Hofer – Dichter des Seetals

Fridolin Hofer – Dichter des Seetals

Die Familie Hofer, Verwandte Fridolin Hofers, lebt heute noch in Römerswil

 

und bewirtschaftet denselben Hof, wo der Dichter mit seinem Bruder lebte.

Ein Teil der Familie hat die Zelte in Unterebersol aufgeschlagen und nicht selten werden am Tisch Gedichte von Fridolin Hofer rezitiert, die in Ihrer Sprachmelodie fast gesungen werden könnten. Wie durch ein Vergrösserungsglas lässt sich in den Versen die Natur wahrnehmen - mit all den Stimmungen vom Blühen und Verwelken, vom leisen Rascheln der Blätter bis zum tosenden, entfesselten Sturm.

Fridolin Hofer wurde am 26. Oktober 1861 in Meggen geboren. Er war Sohn des Schneiders und Uhrmachers Josef Franz Hofer. Im Lehrerseminar in Hitzkirch wurde sein literarisches Talent von Seminardirektor Kunz gefördert. Nach dieser Ausbildung war er von 1881 bis 1887 Lehrer in Buchrain und Luzern. Danach von 1888 bis 1895 war er als Erzieher in Florenz tätig, ging dann weiter nach Paris, um sich selbst in alten und modernen Sprachen weiter zu bilden. 1898 kehrte er in die Schweiz zurück und lebte bei seinem Bruder, der zuerst in Eschenbach, dann in Römerswil wohnte. Fridolin Hofer nahm viele Stimmungen im Seetal in seinen auf und fasste sie in seinen Gedichten zu wundervollen Blumen, war „mit leuchtendem Land versponnen“. Er half seinem Bruder auf dem Hof, war nach seinen Worten „von der Feder zum Pflug gekommen.“ Die Gemeinde Römerswil machte ihn 1927 zu ihrem Ehrenbürger. Von 1907 an half Fridolin Hofer auf dem landwirtschaftlichen Hof in Römerswil, wo die Familie Hofer noch heute sein Andenken bewahrt. In dieser Zeit veröffentlichte er seine Gedichtbände. Fridolin Hofer, der unverheiratet blieb, starb am 16. März 1940 nach schweren gesundheitlichen Problemen in Römerswil.

 

 

TAG FÜR TAG

 

Lichtwärts jubelt, was verborgen

tief in Nacht und Grauen lag:

Weltbeginn der junge Morgen,

Schöpfungswerk der hohe Tag!

 

Fridolin Hofer

 

 

NEBELGRAUEN

 

Sie klagen, dass sie im Nebel ertrinken;

Ich ahne nur siegreicher Sonne Blinken.

 

Sie sagen von Stunden, die Ewigkeiten;

Wie rasche die melodischen mir entgleiten!

 

Sie wähnen ihr Glück in der fernsten Ferne;

In meinem Herzen blühn tausend Sterne.

 

Und sie lachen so laut, wenn der Himmel sich hellt;

Ich trage verschwiegen den Segen der Welt.

 

Fridolin Hofer

 

DER FÖHN

1914

 

Barst dort der brennenden Eisburg Gemäuer?

Trafen des Steinschlags Donner sein Ohr?

Plötzlich  reckt wirbelnd der Föhn sich in scheuer

Wildheit empor.

 

Und schon hinunter die Schroffen und Forste,

Staub von Lawinen im sausenden Haar,

Schlägt er die bergenden Hütten und Horste,

Älpler und Aar.

 Fridolin Hofer

Lili Sorglos

Lili Sorglos

Lilian Stross wurde 1969 in Luzern geboren. Ihr heiteres Wesen brachte ihr später den Namen Lili Sorglos ein, denn nomen est omen!

 

Die Gesangskabarettistin Lili Sorglos singt und spricht auf der Bühne über den Roten Faden, das Alter, über Freizeitsport und die Gesundheit, über Ritalin, die Liebe, neue Kommunikationsmöglichkeiten, verpasste Züge und andere Stolpersteine im Leben. Begleitet wird sie von „Roxy Blue“. Das ist ihre blaue E-Gitarre. Ja, es war Liebe auf den ersten Ton ... nein, auf den ersten Blick ... oder war es auf den ersten Griff?
Lili Sorglos sagt von sich, dass sie manchmal spinnt ... also ... dass es mit ihr spinnt ... ja, und dann spinnt es Geschichten, lustige und nachdenkliche, wahre und andere, nette und freche ... auf Deutsch und in Mundart.

Über Lili Sorglos (PDF)

Leuenstern - Unterebersol 10 - 6276 Hohenrain - T +41 41 910 11 54 - kontakt@leuenstern.ch